Aussenansicht Kunstmuseum Bern

Kunstmuseum Bern

Von Fra Angelico zu Franz Gertsch

Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung, die von der Gotik bis zur Gegenwart reicht. Derzeit besteht sie aus über 4’ 000 Gemälden und Skulpturen sowie rund 45’ 000 Handzeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Videos und Filmen. Damit ist sie nicht nur eine der wichtigsten und vielfältigsten Sammlungen in der Schweiz, sondern besitzt internationale Bedeutung. Werke von Ferdinand Hodler, Paul Klee, Albert Anker, Pablo Picasso, Franz Gertsch, Vincent van Gogh, Meret Oppenheim u.v.m. haben das Kunstmuseum Bern zu einer Institution mit Weltruf gemacht.
Neben der ständigen Sammlung werden im Kunstmuseum Bern auch thematische Ausstellungen und grosse Einzelausstellungen gezeigt.

Franz Gertsch, Luciano I (Ausschnitt), 1976, Acryl auf ungrundierter Baumwolle, 198 × 298 cm, Privatbesitz
Kunstmuseum Bern
Franz Gertsch. Blow-Up (Part I)
bis So, 17.01.2027

Franz Gertsch (1930 – 2022) gilt als Pionier des Fotorealismus. Mit seinen monumentalen Werken wurde er weltbekannt. Die zweiteilige Retrospektive im Kunstmuseum Bern und im Museum Franz Gertsch vereint Werke aus über 60 Jahren.

 

Das Kunstmuseum Bern wirft einen neuen Blick auf seine vielseitige Entwicklung und zeigt Gemälde der Jugend- und Musikszene aus den 1970er-Jahren, Familienbilder und Porträts von Künstlerfreund:innen, epische Landschaften und Naturaufnahmen. Zwischen Detailtreue und Monumentalität, Nahsicht und Fernwirkung, Mensch und Natur bewegt sich das Schaffen des Berner Künstlers. Seine Gemälde beeindrucken bis heute durch ihre Grösse, ihre fotografische Präzision und ihre immersive Wirkung.

 

Kuratorin: Dr. Kathleen Bühler

Kuratorische Assistenz: Nina Liechti

 

Ausstellung im Museum Franz Gertsch 

 

19.9.2026–28.2.2027

Das Museum Franz Gertsch zeigt ausgewählte Gemälde und Themen aus den Jahren 1970 bis 2022:  Porträts der Rockpoetin Patti Smith, des Luzerner Künstlers Luciano Castelli, der Edelprostituierten Irene Staub alias «Lady Shiva» sowie der Modelle Johanna und Silvia. Landschaftliche Motive wie Waldweg (Campiglia Marittima) und Gräser, die Franz Gertsch in Gemälden und Holzschnitten immer wieder aufnahm, und weitere Holzschnitte zu Silvia, Pestwurz, Sommer und Meer sind präsent.

 

Kuratorin: Anna Wesle 

 

 

 

Eine Ausstellung von Kunstmuseum Bern und Museum Franz Gertsch in Kooperation mit Louisiana Museum of Modern Art Humlebæk und Deichtorhallen Hamburg

 

Online-Tickets

 

Elise Mahler, Die Faraglioni auf Capri, 1903/04, Öl auf Leinwand, 54,5 × 85 cm, Museumsberg Flensburg  © Museumsberg Flensburg
Kunstmuseum Bern
Reise in die Freiheit. Capri – Skagen – Monte Verità
bis So, 31.01.2027

Die Ausstellung Reise in die Freiheit. Capri – Skagen – Monte Verità beleuchtet anhand von rund 70 Werken das Phänomen der Künstler:innen-Kolonie in Europa zwischen 1830 und 1930. 

 

In einer Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche durch die industrielle Revolution erprobten Künstler:innen fernab von grossen Städten alternative Lebensentwürfe und soziale Utopien und rückten Themen wie Frauenemanzipation, queere Identität und Naturverbundenheit in den Mittelpunkt. Die Ausstellung stellt drei ausgewählte Sehnsuchtsorte vor und macht den künstlerischen Aufbruch in eine freie und gemeinschaftliche Zukunft erfahrbar. Sie konfrontiert uns mit romantischen und idealisierten Darstellungen von Landschaft neben naturalistischen – teilweise brutalen – Alltagsbildern von Arbeiter:innen, besonders von Fischern. Dabei verknüpft sie kunsthistorische und gesellschaftliche Fragestellungen von überraschender Aktualität miteinander. 

 

Ko-Kurator:innen: Livia Wermuth und Andreas Schwab

 

Online-Tickets

 

Kunstmuseum Bern
Atelier
Dauerausstellung
Kunstmuseum Bern
Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt
Dauerausstellung

Ein blaues Pferd blickt in die Ferne, eine gelbe Kuh springt durch die Luft: Wer die farbgewaltigen Bilder von Franz Marc (1880–1916) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht mehr. Mit Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt zeigt das Kunstmuseum Bern die erste umfassende Einzelausstellung des Künstlers und Mitbegründers des Blauen Reiter in der Schweiz. 

 

Marcs Arbeiten gehören zu den Schlüsselwerken des deutschen Expressionismus und zu den berühmtesten Werken der Moderne. Mit rund achtzig Gemälden, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus nationalen und internationalen Sammlungen zeichnet die Ausstellung das nur wenige Jahre währende, aber ausserordentlich produktive Schaffen des Künstlers in seiner ganzen Vielfalt nach und bietet so einen einzigartigen Überblick über sein Werk – von den frühen ikonischen Tierdarstellungen bis zu den späten zunehmend abstrakten Kompositionen. Vor allem Marcs Tierbilder entfalten bis heute eine besondere ästhetische und emotionale Wirkung: Sie benennen das Existentiell-Schicksalshafte unseres Daseins und verweisen so auf eine tiefe Sehnsucht des Menschen nach Verbundenheit mit der Natur. 

 

Kuratorin: Livia Wermuth

Kuratorische Assistenz: Kaja Pawelek, Michelle Fritschi

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und dem Kunstmuseum Bern. 

 

Kunstmuseum Bern
[ENTER HERE]. Digitale Welten
Dauerausstellung

Teil einer anderen Welt werden, sich eine neue Identität schaffen, in einer Utopie auf- oder einer Dystopie entgehen: Mit [ENTER HERE]. Digitale Welten zeigt das Kunstmuseum Bern zum ersten Mal eine thematische Ausstellung zur immersiven digitalen Kunst. 

 

Zehn Positionen von internationalen Künstler:innen und Kunstkollektiven aus den vergangenen sieben Jahren geben einen Einblick in das künstlerische Schaffen mit neuen Medien wie Videogames, Videoprojektionen oder hybriden Installationen. Sie entwerfen andere Welten, schaffen neue Identitäten, sehnen alternative Lebensformen herbei oder halten sozialen und ökologischen Krisen einen möglichen Ausweg entgegen.

 

Die präsentierten Werke spiegeln die Vielfalt der Ansätze wider, mit denen sich Künstler:innen in einem von Technologie und Digitalität geprägten Alltag neue Räume erschliessen und virtuelle Identitäten erproben. Die so erzeugten Realitäten ermöglichen immersive Auseinandersetzungen mit zentralen Fragen unserer Zeit und dienen als Werkzeuge, um digitale und physische Wirklichkeiten neu zu denken.

 

Kuratorin: Nina Liechti

 

Kunstmuseum Bern
Adolf Wölfli. Schreiber, Dichter, Zeichner, Komponist
Dauerausstellung

Erst im Alter von 35 Jahren findet Adolf Wölfli (1864–1930) in der Psychiatrischen Heilanstalt Waldau in Bern zur Kunst. In seiner kleinen Zelle arbeitet der traumatisierte Hilfsarbeiter dort als Zeichner, Komponist und Schriftsteller unermüdlich an seiner Skt. Adolf=Riesen= Schöpfung, die sich auf über 25’000 Seiten entfalten wird. 

 

Er verwebt Farbstiftzeichnungen, Notenlinien und wirbelnde Prosa zu einem rauschhaften Gesamtkunstwerk ohne einen Millimeter freien Raum. Geschaffen hat Wölfli damit ein Werk, das in der Kunst des 20. Jahrhunderts einzigartig ist und uns durch seine poetische Kraft bis heute berührt. Die kabinettartige Schau der Adolf Wölfli-Stiftung verdichtet dieses gewaltige Universum zu einer intimen Begegnung.

 

Kurator: Hilar Stadler

 

Kunstmuseum Bern
Camille Bombois. Manege des Lebens
Dauerausstellung

Varieté, Natur, Arbeit, Alltag – Camille Bombois (1883–1970) widmete sich in seiner Malerei den grossen Szenen des menschlichen Lebens und schuf dabei eine Bildwelt zwischen überformter Realität und Imagination. Seine Werke verbinden sorgfältige Beobachtung mit traumartigen Landschaftskompositionen und zeichnen sich durch eine besondere erzählerische Kraft aus.

 

Unter dem Titel Camille Bombois. Manege des Lebens präsentiert das Kunstmuseum Bern die erste grosse Ausstellung zu Camille Bombois in der Schweiz. Rund achtzig Gemälde geben einen umfassenden Einblick in Bombois’ vielfältiges Schaffen. In thematischen Kapiteln entfaltet die Ausstellung die unterschiedlichen Facetten seines Werks – von Varietészenen über Landschaften und Alltagssituationen bis hin zu Darstellungen von Arbeit, Körperlichkeit und Natur. Die Präsentation lädt dazu ein, einen Künstler neu zu entdecken, dessen eigenständige Bildsprache bis heute fasziniert.

 

Kurator: Raphael Gygax

 

Kunstmuseum Bern
Schaufenster. Einblicke in die Sammlung der Loeb-Stiftung
Dauerausstellung

Die Sammlung der Anne-Marie und Victor Loeb-Stiftung umfasst rund 350 hochkarätige Werke Schweizer und internationaler Kunstschaffender aus dem Konstruktivismus und der Nachkriegsavantgarde. Seit 1980 befindet sie sich als Dauerleihgabe im Kunstmuseum Bern. 

 

Die knapp 30 gezeigten Arbeiten von Künstler:innen wie Jean Tinguely, Louise Nevelson oder George Rickey zeugen eindrücklich von der Offenheit und Leidenschaft, mit der Anne-Marie und Victor Loeb das Kunstschaffen ihrer Zeit begleitet und ihre Sammlung aufgebaut haben. Was einst im Dialog mit der zeitgenössischen Kunstszene entstand, öffnet sich heute erneut dem Dialog zwischen den Werken und mit dem Publikum.

 

Kurator:

Nadine Franci

 

Kunstmuseum Bern
Hodler, Amiet, Giacometti & Co. Aspekte der Schweizer Moderne aus der Sammlung
Dauerausstellung

Ferdinand Hodler, Cuno Amiet, Giovanni Giacometti: Gemeinsam formen sie das grosse Dreigestirn am Schweizer Kunsthimmel des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. 

 

Die Sammlungsausstellung Hodler, Amiet, Giacometti & Co. Aspekte der Schweizer Moderne aus der Sammlung zeigt, wer neben diesen drei prominenten Figuren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auch noch Teil der Schweizer und insbesondere der Berner Kunstszene war. Sie lädt ein zu einer Tour d’Horizon, die die grossen Namen mit wiederzuentdeckenden Positionen der Schweizer Moderne vereint.

 

Kuratorin: Anne-Christine Strobel