Aussenansicht Kunstmuseum Bern

Kunstmuseum Bern

Von Fra Angelico zu Franz Gertsch

Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung, die von der Gotik bis zur Gegenwart reicht. Derzeit besteht sie aus über 4’ 000 Gemälden und Skulpturen sowie rund 45’ 000 Handzeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Videos und Filmen. Damit ist sie nicht nur eine der wichtigsten und vielfältigsten Sammlungen in der Schweiz, sondern besitzt internationale Bedeutung. Werke von Ferdinand Hodler, Paul Klee, Albert Anker, Pablo Picasso, Franz Gertsch, Vincent van Gogh, Meret Oppenheim u.v.m. haben das Kunstmuseum Bern zu einer Institution mit Weltruf gemacht.
Neben der ständigen Sammlung werden im Kunstmuseum Bern auch thematische Ausstellungen und grosse Einzelausstellungen gezeigt.

Joseph Heintz d. Ä., Bildnis einer Dame (Detail), 1598, Öl auf Leinwand, 87 × 70 cm, Kunstmuseum Bern, Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Gottfried Keller­Stiftung, Bern  © Kunstmuseum Bern
Kunstmuseum Bern
Das volle Leben. Alte Meister von Duccio bis Liotard
bis So, 27.09.2026

Einer der Schätze der Sammlung des Kunstmuseum Bern ist der bedeutende Bestand von Werken älterer Kunst. Die Sammlungspräsentation Das volle Leben. Alte Meister von Duccio bis Liotard legt ein besonderes Augenmerk auf die Berner Renaissance und die frühe Florentiner und Sieneser Malerei des 13. bis 15. Jahrhunderts. 

 

Zu sehen sind kunstvolle Altartafeln der zwischen 1480 und 1510 tätigen Berner Nelkenmeister und der grossartige Bestand an Werken des 1480 geborenen Niklaus Manuel, der nicht nur Maler, Dichter und Grafiker, sondern auch Reformator, Reisläufer und Ratsherr der Stadt Bern war. Opulente Stillleben und repräsentative Porträts, geschaffen von Joseph Heintz, Albrecht Kauw oder Johannes Dünz, widerspiegeln den wirtschaftlichen Wohlstand Berns im Barock. 

 

In einem Kabinett sind zudem Altarretabeln und Fragmente aus dem italienischen Tre- und Quattrocento zu sehen, die in der Schweiz ihresgleichen suchen. Darunter eine ebenso kostbare wie berühmte Andachtstafel von Duccio di Buoninsegna sowie Werke von Bernardo und Taddeo Daddi, Fra Angelico, Filippo Lippi und aus der Werkstatt von Sandro Botticelli. 

 

Kuratorin: Anne-Christine Strobel 

Kuratorische Assistenz: Michelle Fritschi

 

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Franz Gertsch, Luciano I (Ausschnitt), 1976, Acryl auf ungrundierter Baumwolle, 198 × 298 cm, Privatbesitz
Kunstmuseum Bern
Franz Gertsch. Blow-Up (Part I)
Fr, 14.08.2026 – So, 17.01.2027

Franz Gertsch (1930 – 2022) gilt als Pionier des Fotorealismus. Mit seinen monumentalen Werken wurde er weltbekannt. Die zweiteilige Retrospektive im Kunstmuseum Bern und im Museum Franz Gertsch vereint Werke aus über 60 Jahren.

 

Das Kunstmuseum Bern wirft einen neuen Blick auf seine vielseitige Entwicklung und zeigt Gemälde der Jugend- und Musikszene aus den 1970er-Jahren, Familienbilder und Porträts von Künstlerfreund:innen, epische Landschaften und Naturaufnahmen. Zwischen Detailtreue und Monumentalität, Nahsicht und Fernwirkung, Mensch und Natur bewegt sich das Schaffen des Berner Künstlers. Seine Gemälde beeindrucken bis heute durch ihre Grösse, ihre fotografische Präzision und ihre immersive Wirkung.

 

Kuratorin: Dr. Kathleen Bühler

Kuratorische Assistenz: Nina Liechti

 

Ausstellung im Museum Franz Gertsch 

 

19.9.2026–28.2.2027

Das Museum Franz Gertsch zeigt ausgewählte Gemälde und Themen aus den Jahren 1970 bis 2022:  Porträts der Rockpoetin Patti Smith, des Luzerner Künstlers Luciano Castelli, der Edelprostituierten Irene Staub alias «Lady Shiva» sowie der Modelle Johanna und Silvia. Landschaftliche Motive wie Waldweg (Campiglia Marittima) und Gräser, die Franz Gertsch in Gemälden und Holzschnitten immer wieder aufnahm, und weitere Holzschnitte zu Silvia, Pestwurz, Sommer und Meer sind präsent.

 

Kuratorin: Anna Wesle 

 

 

 

Eine Ausstellung von Kunstmuseum Bern und Museum Franz Gertsch in Kooperation mit Louisiana Museum of Modern Art Humlebæk und Deichtorhallen Hamburg

 

Online-Tickets

 

Rahmenprogramm

Elise Mahler, Die Faraglioni auf Capri, 1903/04, Öl auf Leinwand, 54,5 × 85 cm, Museumsberg Flensburg  © Museumsberg Flensburg
Kunstmuseum Bern
Reise in die Freiheit. Capri – Skagen – Monte Verità
Fr, 30.10.2026 – So, 31.01.2027

Die Ausstellung Reise in die Freiheit. Capri – Skagen – Monte Verità beleuchtet anhand von rund 70 Werken das Phänomen der Künstler:innen-Kolonie in Europa zwischen 1830 und 1930. 

 

In einer Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche durch die industrielle Revolution erprobten Künstler:innen fernab von grossen Städten alternative Lebensentwürfe und soziale Utopien und rückten Themen wie Frauenemanzipation, queere Identität und Naturverbundenheit in den Mittelpunkt. Die Ausstellung stellt drei ausgewählte Sehnsuchtsorte vor und macht den künstlerischen Aufbruch in eine freie und gemeinschaftliche Zukunft erfahrbar. Sie konfrontiert uns mit romantischen und idealisierten Darstellungen von Landschaft neben naturalistischen – teilweise brutalen – Alltagsbildern von Arbeiter:innen, besonders von Fischern. Dabei verknüpft sie kunsthistorische und gesellschaftliche Fragestellungen von überraschender Aktualität miteinander. 

 

Ko-Kurator:innen: Livia Wermuth und Andreas Schwab

 

Online-Tickets

Kunstmuseum Bern
Atelier
Dauerausstellung