Psychiatrie-Museum Bern
1914 installierte der Psychiater Walter Morgenthaler in der Berner Universitätsklinik Waldau ein kleines Museum mit Werken von Adolf Wölfli und anderen PatientInnen sowie Objekten aus der Geschichte der Klinik. Kanton und Klinik vermachten diese bedeutende «Sammlung Morgenthaler» 1990 einer neu gegründeten Stiftung, unter deren Leitung das langsam in Vergessenheit geratene Museum 1993 in neuer Form eröffnet wurde. Dieses Museums wurde bisher vorwiegend mit Freiwilligenarbeit geführt und hat die Geschichte der Psychiatrie dargestellt.
In einem partizipativen Prozess hat das Museum 2025 seine Neuausrichtung in den Grundzügen festgelegt. Es will sein Angebot ausweiten und zu einem zentralen Forum in der öffentlichen Diskussion um psychische Gesundheit werden. Dieses «Haus der Psyche» – so der provisorische Name – ist offen, inklusiv und partizipativ, reflektiert über Geschichte, Gegenwart und Zukunft, regt Diskussionen an, schafft Begegnungen und fördert den gesellschaftlichen Austausch. Dabei arbeitet es eng zusammen mit Personen und Organisationen aus den Bereichen Gesundheit, Psychiatrie, Kunst und Kultur.