Zentrum Paul Klee

Begegnungen mit einem faszinierenden Künstler

Das Zentrum Paul Klee, eine Landschaftsskulptur des italienischen Architekten Renzo Piano, führt über die Grenzen des traditionellen Kunstmuseums hinaus: Wechselausstellungen, Führungen und Veranstaltungen wie Konzerte, Theater und Lesungen, sowie Workshops im Kindermuseum Creaviva unterstreichen die Attraktivität der weltweit bedeutendsten Sammlung an Werken von Paul Klee.

Als Kongresszentrum verfügt das Zentrum Paul Klee zudem über eine ideale Infrastruktur.

Paul Klee, Ohne Titel [Rückseite von Glas-Fassade] (Ausschnitt), 1940, Ölfarbe auf Grundierung auf Leinwand, Keilrahmen, 71,3 × 95,7 cm, Zentrum Paul Klee, Bern
Zentrum Paul Klee
Fokus. Klees Rückseiten
bis So, 23.08.2026

Paul Klee hat beim Malen und Zeichnen häufig beide Seiten des Bildträgers – Papier, Karton oder Leinwand – verwendet. Bei rund 600 seiner insgesamt 9'600 Werke finden sich auf der Rückseite Zeichnungen, Aquarelle oder Gemälde. Dieses bemerkenswerte Phänomen erstreckt sich über sämtliche Schaffensphasen des Künstlers. 

 

Die Rückseiten sind oft mehr als nur Träger verworfener Ideen. Sie gehören zu einem offenen, fortlaufenden Werkprozess, in dem Klee Vorder- und Rückseite formal, inhaltlich und bildlich miteinander verknüpfte. Die Ausstellung lädt dazu ein, diesen verborgenen Schatz zu entdecken.

 

Kuratorin: Marie Kakinuma

 

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Fokus. Klees Rückseiten ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung

 

Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden.

In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.

 

Anne Loch, AL 206, 1987, Acryl auf Nessel, 200 × 140 cm, Privatsammlung  © Foto: Dominique Uldry, Bern
Zentrum Paul Klee
Anne Loch. Malerei: Na und?
bis So, 20.09.2026

Die deutsche Künstlerin Anne Loch (1946–2014), die seit den 1980er-Jahren zeitweise in der Schweiz lebte, spielte mit den Konventionen der Darstellung und lotete dabei die Grenzen der Malerei aus: In monumentalen Bildern von Bergen, Blumen, Tieren oder Insekten entfaltet sich eine stille Spannung. 

 

Was auf den ersten Blick idyllisch und teilweise klischeehaft wirkt, entzieht sich bei näherem Hinsehen einer eindeutigen Beschreibung. Grenzen zwischen Gegenständlichem und Abstraktem, zwischen Malerei und Zeichnung, zwischen Wirklichkeit und Traum werden durchlässig. In den Vordergrund treten Linie, Farbe, Fläche und die Suche nach den richtigen Verhältnissen dieser Grundelemente der Malerei. Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee geht anhand von rund 70 Werken Anne Lochs Auseinandersetzung mit dem Medium Malerei und der Auflösung ihrer Motive nach.

 

Kuratorin: Amélie Joller

 

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Florence Henri, Selbstporträt, 1928  © Martini & Ronchetti, courtesy archives Florence Henri
Zentrum Paul Klee
Fokus. Florence Henri (1893–1982)
Sa, 29.08.2026 – So, 10.01.2027

Florence Henri war eine Globetrotterin der Moderne. Geboren 1893 in New York, lebte sie in München, Paris, Rom und schliesslich auf der Isle of Wight in England. Sie besuchte das Bauhaus in Weimar und Dessau, wo Paul Klee und Wassily Kandinsky lehrten. Diese Aufenthalte spielten eine entscheidende Rolle für die Entwicklung ihrer künstlerischen Sprache.

 

Mehr als 80 Werke, darunter Zeichnungen, Gemälde, Fotografien und Collagen, zeichnen Henris künstlerischen Werdegang nach: von den Gemälden der 1920erJahre während ihres Studiums bei Fernand Léger über die experimentellen Fotografien bis hin zu einer Rückkehr zur abstrakten Malerei ab den 1940er-Jahren bis zu ihrem Tod.

 

Kuratoren: Roberto Lacarbonara und Giovanni Battista Martini

 

Die Ausstellung ist organisiert vom Zentrum Paul Klee, Bern und dem Palazzo Ducale, Genua, in Zusammenarbeit mit dem Archiv Florence Henri.

 

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Fokus. Florence Henri (1893–1982) ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung

 

Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden.

In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.

 

Roberto Burle Marx, Plan Dachgarten, Ministério da Educação e Saúde (Ministerium für Bildung und Gesundheit), Rio de Janeiro, o. D. Gouache auf Papier 52 × 105,8 cm Acervo Instituto Burle Marx  © Roberto Burle Marx
Zentrum Paul Klee
Roberto Burle Marx. Modernismo tropical
Sa, 17.10.2026 – So, 07.02.2027

Der brasilianische Künstler Roberto Burle Marx (1909–1994) revolutionierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Landschaftsarchitektur, indem er Gestaltungsprinzipien aus der Malerei und der Musik auf die Natur übertrug.

 

Während seine Pläne abstrakten Gemälden ähneln, integrierte er Skulpturen und dreidimensional oder farbig gestaltete Wandflächen in seine Landschaftsprojekte. In seinen Gemälden trifft man auf abstrahierte Pflanzen und das Spiel des Lichts in den Baumkronen. Als Maler, Grafiker, Bildhauer, Schmuckdesigner, Bühnen- und Kostümdesigner, Umweltaktivist und Sammler beteiligte er sich – im Geiste der brasilianischen Avantgarde – an der kulturellen Aneignung und Aufwertung dessen, was als «brasilianisch» galt. So verwendete er in seinen Parks einheimische Pflanzenarten, obwohl diese als minderwertig galten, und engagierte sich für die Erforschung und den Schutz der brasilianischen Flora.

 

Kuratorin: Fabienne Eggelhöfer

Kuratorische Assistenz: Myriam Dössegger 

 

Eine Ausstellung vom Zentrum Paul Klee und der Fundación Juan March, in Zusammenarbeit mit dem Instituto Burle Marx und mit der Unterstützung vom Sítio Burle Marx.

 

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Paul Klee, Ohne Titel (Zweierlei Augenmass), um 1938, Kleisterfarbe und Aquarell auf Papier auf Karton, 44,4 × 59,2 cm, Zentrum Paul Klee, Bern  © Zentrum Paul Klee
Zentrum Paul Klee
Kosmos Klee. Die Sammlung
Dauerausstellung

Die Dauerausstellung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden.

 

Paul Klee (1879–1940) sucht als einer der bedeutendsten Künstler der Moderne nach neuen Ausdrucksformen, die den gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen seiner Zeit gerecht werden. Er stellt alles in Frage, was in Europa gelehrt wird, und orientiert sich an Kinderzeichnungen und nicht-europäischen Kulturen genauso wie an den Strukturen und Prozessen der Natur. Zudem setzt er sich mit künstlerischen Bewegungen wie dem Expressionismus, dem Kubismus, dem Dadaismus, dem Surrealismus und dem Konstruktivismus auseinander, ohne sich einer dieser Gruppen anzuschliessen. Das politische Geschehen kommentiert Klee in zahlreichen Werken mit ironischer Distanz. Der Erste und der Zweite Weltkrieg haben einschneidende Folgen für Klees Leben. Seine Netzwerke brechen auseinander und führen zur Isolation des Künstlers.

 

Im «Fokus-Raum» organisieren wir kleinere Ausstellungen mit inhaltlichem Fokus auf Paul Klees Werk sowie mit Künstler:innen oder zu Themen mit einem überraschenden Bezug zu Kees Schaffen.

 

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