Zentrum Paul Klee

Begegnungen mit einem faszinierenden Künstler

Das Zentrum Paul Klee, eine Landschaftsskulptur des italienischen Architekten Renzo Piano, führt über die Grenzen des traditionellen Kunstmuseums hinaus: Wechselausstellungen, Führungen und Veranstaltungen wie Konzerte, Theater und Lesungen, sowie Workshops im Kindermuseum Creaviva unterstreichen die Attraktivität der weltweit bedeutendsten Sammlung an Werken von Paul Klee.

Als Kongresszentrum verfügt das Zentrum Paul Klee zudem über eine ideale Infrastruktur.

Florence Henri, Selbstporträt, 1928  © Martini & Ronchetti, courtesy archives Florence Henri
Zentrum Paul Klee
Fokus. Florence Henri (1893–1982)
bis So, 10.01.2027

Florence Henri war eine Globetrotterin der Moderne. Geboren 1893 in New York, lebte sie in München, Paris, Rom und schliesslich auf der Isle of Wight in England. Sie besuchte das Bauhaus in Weimar und Dessau, wo Paul Klee und Wassily Kandinsky lehrten. Diese Aufenthalte spielten eine entscheidende Rolle für die Entwicklung ihrer künstlerischen Sprache.

 

Mehr als 80 Werke, darunter Zeichnungen, Gemälde, Fotografien und Collagen, zeichnen Henris künstlerischen Werdegang nach: von den Gemälden der 1920erJahre während ihres Studiums bei Fernand Léger über die experimentellen Fotografien bis hin zu einer Rückkehr zur abstrakten Malerei ab den 1940er-Jahren bis zu ihrem Tod.

 

Kuratoren: Roberto Lacarbonara und Giovanni Battista Martini

 

Die Ausstellung ist organisiert vom Zentrum Paul Klee, Bern und dem Palazzo Ducale, Genua, in Zusammenarbeit mit dem Archiv Florence Henri.

 

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Fokus. Florence Henri (1893–1982) ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung

 

Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden.

In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.

 

Roberto Burle Marx, Plan Dachgarten, Ministério da Educação e Saúde (Ministerium für Bildung und Gesundheit), Rio de Janeiro, o. D. Gouache auf Papier 52 × 105,8 cm Acervo Instituto Burle Marx  © Roberto Burle Marx
Zentrum Paul Klee
Roberto Burle Marx. Modernismo tropical
bis So, 07.02.2027

Der brasilianische Künstler Roberto Burle Marx (1909–1994) revolutionierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Landschaftsarchitektur, indem er Gestaltungsprinzipien aus der Malerei und der Musik auf die Natur übertrug.

 

Während seine Pläne abstrakten Gemälden ähneln, integrierte er Skulpturen und dreidimensional oder farbig gestaltete Wandflächen in seine Landschaftsprojekte. In seinen Gemälden trifft man auf abstrahierte Pflanzen und das Spiel des Lichts in den Baumkronen. Als Maler, Grafiker, Bildhauer, Schmuckdesigner, Bühnen- und Kostümdesigner, Umweltaktivist und Sammler beteiligte er sich – im Geiste der brasilianischen Avantgarde – an der kulturellen Aneignung und Aufwertung dessen, was als «brasilianisch» galt. So verwendete er in seinen Parks einheimische Pflanzenarten, obwohl diese als minderwertig galten, und engagierte sich für die Erforschung und den Schutz der brasilianischen Flora.

 

Kuratorin: Fabienne Eggelhöfer

Kuratorische Assistenz: Myriam Dössegger 

 

Eine Ausstellung vom Zentrum Paul Klee und der Fundación Juan March, in Zusammenarbeit mit dem Instituto Burle Marx und mit der Unterstützung vom Sítio Burle Marx.

 

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Paul Klee, Ohne Titel (Zweierlei Augenmass), um 1938, Kleisterfarbe und Aquarell auf Papier auf Karton, 44,4 × 59,2 cm, Zentrum Paul Klee, Bern  © Zentrum Paul Klee
Zentrum Paul Klee
Kosmos Klee. Die Sammlung
Dauerausstellung

Die Dauerausstellung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden.

 

Paul Klee (1879–1940) sucht als einer der bedeutendsten Künstler der Moderne nach neuen Ausdrucksformen, die den gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen seiner Zeit gerecht werden. Er stellt alles in Frage, was in Europa gelehrt wird, und orientiert sich an Kinderzeichnungen und nicht-europäischen Kulturen genauso wie an den Strukturen und Prozessen der Natur. Zudem setzt er sich mit künstlerischen Bewegungen wie dem Expressionismus, dem Kubismus, dem Dadaismus, dem Surrealismus und dem Konstruktivismus auseinander, ohne sich einer dieser Gruppen anzuschliessen. Das politische Geschehen kommentiert Klee in zahlreichen Werken mit ironischer Distanz. Der Erste und der Zweite Weltkrieg haben einschneidende Folgen für Klees Leben. Seine Netzwerke brechen auseinander und führen zur Isolation des Künstlers.

 

Im «Fokus-Raum» organisieren wir kleinere Ausstellungen mit inhaltlichem Fokus auf Paul Klees Werk sowie mit Künstler:innen oder zu Themen mit einem überraschenden Bezug zu Kees Schaffen.

 

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Zentrum Paul Klee
Ursula. Blühendes Gift
Dauerausstellung

Die deutsche Künstlerin Ursula Schultze-Bluhm (1921–1999), die ihre Werke einfach mit «Ursula» signierte, zählt heute zu den spannendsten Wiederentdeckungen der europäischen Nachkriegskunst. Als Autodidaktin entwickelte sie eine völlig eigenständige künstlerische Sprache und war zugleich eng mit den internationalen Avantgarden ihrer Zeit vernetzt. Zwischen Informel, Art Brut und Surrealismus schuf sie ein Werk, das sich jeder Einordnung entzieht, und das durch seine geheimnisvollen, abgründigen, aber auch humorvollen Bildwelten fasziniert. Ihre Arbeiten greifen auf antike und mittelalterliche Motive zurück, die sie mit eigenwilligen Erfindungen, Beobachtungen aus Literatur und Alltagswelt sowie Eindrücken von ihren Reisen verbindet. Über Jahrzehnte entwickelte Ursula in und mit ihren Bildern einen eigenen Kosmos voller fantastischer Wesen, Traumlandschaften und persönlicher Mythen und reagierte damit auf die Erfahrungen von Krieg, Zerstörung und Zusammenbruch nach 1945.

 

Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee ist die erste museale Retrospektive der Künstlerin in der Schweiz. Rund 120 herausragende Werke aus allen Schaffensphasen – darunter das seit 56 Jahren vergessene Gemälde Schloss und Reich des Lirad, das im Zuge der Ausstellungsrecherchen wiedergefunden wurde – laden dazu ein, eine aussergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit zu entdecken, deren Werk bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.


 

 

Kurator: Martin Waldmeier

 

Zentrum Paul Klee
Philip Guston. Seeking the New
Dauerausstellung

Philip Guston (1913-1980) gehört zu den wichtigsten und unabhängigsten US-amerikanischen Künstlern der Mitte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist geprägt von einer ständigen Suche nach Erneuerung: Seine künstlerische Entwicklung begann mit sozial-realistischen Gemälden und Wandbildern, bevor er sich dem in New York aufkommenden Abstrakten Expressionismus zuwandte. Anfang der 1970er-Jahre schockierte er die New Yorker Szene mit seiner Rückkehr zur figurativen Malerei. Ob er figurativ oder abstrakt malte, Gustons Aufmerksamkeit galt stets der Formfindung. Als wichtigstes Mittel dafür diente ihm die Zeichnung: Sie war für ihn Experimentierfeld und Forschungswerkzeug, um neue Ausdrucksmöglichkeiten zu erschliessen, neue Werkphasen vorzubereiten und gestalterische Probleme zu lösen.

 

«Ich zeichne ständig, wenn ich male. Ich nehme mir eine Woche frei und fertige Hunderte von Zeichnungen an. Es ist eine Art Keimung […]. Manchmal mache ich Skizzen von Gemälden, plane ein Bild im Voraus und ändere bei der Ausführung nur wenig. In anderen Fällen beginne ich ohne konkrete Vorstellung.» Philip Guston, 1978

 

Die bisher grösste Retrospektive in der Schweiz hebt die zeichnerischen Phasen als Schwerpunkte in Gustons Gesamtschaffen hervor. Anhand von rund 65 Gemälden und 110 Zeichnungen thematisiert sie Gustons Arbeitsprozess und macht gleichzeitig auf seine Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen seiner Zeit aufmerksam.


 

 

Eröffnung

Freitag, 24. September 2027, ab 18:00

Der Eintritt in die Ausstellung ist an diesem Abend frei.

 

Kuratorin: Fabienne Eggelhöfer