Abegg-Stiftung

Textilen Kunstwerken verpflichtet

Wenn es gilt, unersetzliche alte Textilien zu restaurieren, dann ist das Know-How der Abegg-Stiftung gefragt, die international als Kompetenzzentrum in dieser Kunst gilt. Hier werden Gewebe erforscht und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand restauriert.

Für das Publikum ist die Abegg-Stiftung attraktiv, weil sich hier eine Textilsammlung von Weltruf findet. In der modernen Dauerausstellung mit innovativer Lichttechnologie kann man durch Kunstepochen und -regionen flanieren und dabei kostbare Stoffe und andere Kunstwerke entdecken. So trifft man beispielsweise auf altpersische Bronzen, zentralasiatische Seidenkaftane, goldbroschierte Samte sowie auf Gemälde aus dem Umkreis von Rogier van der Weyden und Sandro Botticelli.

Abegg-Stiftung
Zuhause in der Spätantike – Textile Innenausstattung des 4.–7. Jahrhunderts
bis So, 08.11.2026

Textilien spielten in spätantiken Wohnräumen eine wichtige Rolle. Sie waren Luxusgüter und Statussymbole zugleich, boten Schutz vor Kälte und Zugluft, schufen Behaglichkeit und verliehen den Innenräumen Farbe und repräsentativen Glanz. Die meisterhaft gestalteten Wandbehänge, Vorhänge, Polster und Decken, die in der neuen Sonderausstellung der Abegg-Stiftung zu sehen sind, geben einen lebendigen Einblick in die damalige Wohnkultur.

 

Villa Abegg ©Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg (Christoph von Viràg)
Abegg-Stiftung
Villa Abegg – Das Anwesen eines Sammlerpaares
Geführte Rundgänge für maximal 5 Personen durch die Empfangs- und Gesellschaftszimmer der Gründer der Abegg-Stiftung, Werner und Margarete Abegg
bis So, 08.11.2026

Umgeben von grünen Wiesen und Bäumen empfängt die im Stil des oberitalienischen Barocks erbaute Villa Abegg ihre Gäste. Bereits beim Betreten der Eingangshalle spürt man, dass es sich beim ehemaligen Wohnhaus des Ehepaars Abegg um ein besonderes Zuhause handelt: Die einzelnen Räume wurden speziell dafür konzipiert, historische Bauelemente, Möbel, Tapeten, Gemälde und kostbares Kunsthandwerk aufzunehmen. So entspricht beispielsweise die Fläche des Renaissancezimmers genau den Dimensionen der dort eingebauten spanischen Balkendecke aus dem 16. Jahrhundert. Und die Wände des sogenannten Blumenzimmers schmücken bemalte Leinwandtapeten aus dem frühen 18. Jahrhundert.

 

Bereits bei der Gründung der Abegg-Stiftung im Jahr 1961 planten Margaret und Werner Abegg, ihr Wohnhaus dereinst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf ihren Wunsch hin wurden die Villa und ihre Einrichtung wie zu ihren Lebzeiten belassen. Die einzelnen Räume, die entweder einer Epoche oder einem Thema gewidmet sind, können während der Museumssaison in geführten Kleingruppen besichtigt werden. Der Rundgang bietet einen spannenden Einblick in die Wohnkultur des Sammlerpaares.

 

Kostüme des 18. Jahrhunderts in der Dauerausstellung. ©Abegg-Stiftung, CH-3132 Riggisberg (Foto: Christoph von Viràg)
Abegg-Stiftung
Höhepunkte der Sammlung
Dauerausstellung

Die Dauerausstellung zeigt die Glanzstücke der hochkarätigen Textilsammlung. Darunter befinden sich grossformatige Behänge aus dem ägyptischen Wüstensand, zentralasiatische und mongolische Kaftane, Seidengewänder der chinesischen Liao-Dynastie sowie europäische Luxusstoffe des 12. bis 18. Jahrhunderts. Zusammen mit Zeugnissen anderer Künste öffnet sich ein kulturgeschichtliches Panorama, das von der Antike bis um 1800 reicht.