Naturhistorisches Museum Bern

Der Natur auf der Spur

Das Naturhistorische Museum Bern gehört zu den bedeutendsten Naturmuseen der Schweiz. Seine historischen Ausstellungen heimischer und afrikanischer Tiere sind in Europa einmalig und haben den internationalen Ruf des Hauses begründet. In jüngerer Zeit hat sich Berns ältestes Museum einen Namen mit attraktiven thematischen Ausstellungen gemacht – etwa zu Queerness oder zum Insektensterben. Zu den bekanntesten Objekten zählt Barry, der weltberühmte Rettungshund, dem das Haus eine eigene Ausstellung gewidmet hat. Einzigartig sind auch die beeindruckenden Riesenkristalle vom Planggenstock oder die Schausammlung «Wunderkammer». Das NMBE ist ein ausgesprochenes Familienmuseum mit vielen spannenden und lehrreichen Angeboten für Familien und Kinder. Unkonventionelle Kultur-Events gelten als Anziehungspunkte für Alt und Jung, so zum Beispiel die «Bar der toten Tiere».

 

Naturhistorisches Museum Bern
Führungen hinter die Kulissen
Bouillabaisse – Fischhäppchen aus der Forschungsküche
Mi, 02.09.2026 – Do, 03.09.2026

Auf dieser Führung zeigt Ihnen unser Fisch-Experte Lukas Rüber die Artenvielfalt der Fische (nicht nur auf dem Teller!). Von parasitischen Männchen bei Tiefsee-Anglerfischen bis hin zu unterirdisch lebenden Minifischen – die faszinierende Vielfalt der Fische scheint grenzenlos zu sein.

 

Mittwoch, 18 Uhr, Donnerstag, 12.15 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde, Treffpunkt an der Kasse, regulärer Museumseintritt

 

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Naturhistorisches Museum Bern
Slow Dating
Do, 10.09.2026

Unsere Expertin Estée Bochud führt Sie ein ins staunenswerte Liebesleben der wirbellosen Tiere. Da bleibt kein Herz unberührt! Dieses Mal in Amors Fokus: Spinnen!

 

Ihre Geschlechtsorgane gehören zu den komplexesten im ganzen Tierreich. Wenn sie mit ihren acht Beinen zur Sache gehen, fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch Haare (und ja, gelegentlich auch ein paar Beine). Die Rede ist natürlich von den Spinnen! In der neusten Ausgabe der tierischen Datingshow «Slow Dating» zeigt die Biologin Estée Bochud auf, was es bedeutet, wenn Spinnen flirten und sie dabei ihre «Boxhandschuhe» zu Hilfe nehmen.

 

Donnerstag, 10. September 2026, 19.30 Uhr, mit Barbetrieb

 

Preis: CHF 25.00 regulär, CHF 20.00 reduziert (AHV, IV, Studierende, KulturLegi)

 

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Naturhistorisches Museum Bern
Klima-Apéro
Di, 15.09.2026

Mitten in der Ausstellung «Mensch, Erde! – Das Klima im Wandel» treffen Menschen aufeinander, die sich mit der Klimakrise beschäftigen – beruflich oder aus privater Überzeugung. Auf dem Programm stehen ein kurzer Einblick in das Partizipationsprojekt der Ausstellung «Wege aus der Klimakrise» sowie die Präsentation einzelner Projekte aus dem Bereich Klimagerechtigkeit. Dazwischen bleibt Zeit für den anregenden Austausch.

 

Dienstag, 15. September 2026, 17.30 – 20 Uhr

 

Kostenlos, Anmeldung erforderlich

 

Naturhistorisches Museum Bern
Führungen «Mensch, Erde! – Das Klima im Wandel»
Mi, 16.09.2026 – So, 13.12.2026

Woher stammen die Ressourcen für Beton? Wie entstand die Kohle, die wir heute verbrennen? Und warum machen fünf Grad Celsius einen so grossen Unterschied? In bildstarken Inszenierungen entführt die Ausstellung in verschiedene Erdzeitalter und macht ungewohnte Zusammenhänge sichtbar. Sie verknüpft die Thematik des menschengemachten Klimawandels mit der Geschichte des Planeten, mit der Gegenwart und uns selbst. Und sie macht Mut: Wir können der heutigen Klimakrise etwas entgegensetzen. Entdecken Sie die Ausstellung «Mensch, Erde! – Das Klima im Wandel» mit einem Ausstellungsguide in Kleingruppen:

 

Mittwoch, 16. September 2026, 18 – 19.15 Uhr

Sonntag, 18. Oktober 2026, 14 – 15.15 Uhr

Mittwoch, 11. November 2026, 18 – 19.15 Uhr

Sonntag, 13. Dezember 2026, 11 – 12.15 Uhr

 

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

 

Preis: Museumseintritt + CHF 10.00, Kinder und Jugendliche bis 16 J. + CHF 5.00

 

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Naturhistorisches Museum Bern
Führungen hinter die Kulissen
Zwischen Illusion und Idylle – Die Afrika-Dioramen
Mi, 07.10.2026 – Do, 08.10.2026

Lernen Sie unsere Dioramen «Tiere Afrikas» mit unserem Wissenschaftsleiter Stefan Hertwig auf dieser Führung besser kennen. Die Dioramen des Naturhistorischen Museums Bern, so auch die «Tiere Afrikas», sind die historischen Herzstücke des Museums. Sie haben Generationen von Besuchenden begeistert. Bei ihrer Entstehung in den Dreissigerjahren galten sie als «State of the Art» zoologischer Präparier- und Ausstellungskunst. Doch was sie abbilden, ist nicht die Realität: Dioramen sind immer auch Interpretationen und Inszenierungen ihrer Zeit.

 

Mittwoch, 18 Uhr, Donnerstag, 12.15 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde, Treffpunkt an der Kasse, regulärer Museumseintritt

 

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Naturhistorisches Museum Bern
Tierzeichnen am Abend
Mi, 21.10.2026 – Mi, 16.12.2026

Tiere sind seit der Steinzeit eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für Kunstwerke – ob gemalt, gezeichnet oder plastisch gestaltet. Doch da sie meist in Bewegung sind, ist es gar nicht so einfach, sie präzise festzuhalten. Zum Glück bietet das Museum zahlreiche Tierpräparate in den Dioramen und der Sammlung, die regungslos und detailreich als Modelle zur Verfügung stehen. So können sich Anfänger:innen wie Fortgeschrittene in Ruhe mit Form, Proportion, Farbe, Schattierung und Struktur vertraut machen und ausdrucksstarke Werke erschaffen.

 

Mittwoch, 21. Oktober

Mittwoch, 16. Dezember 2026 

jeweils 18 – 20 Uhr

 

Kosten: CHF 25.00 regulär, CHF 20.00 reduziert (AHV, IV, Studierende, KulturLegi), CHF 10.00 Kinder

 

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Naturhistorisches Museum Bern
Wissen-Saft – Auf ein Glas mit … Tiger Igor
Do, 22.10.2026 – So, 13.12.2026

Sich Wissen einflössen ist möglich: Geniessen Sie ein Glas Saft und erfahren Sie dabei staunenswerte Geschichten aus dem Museum. Eine einzigartige Mischung aus Vortrag, Unterhaltung und Museumsführung!

 

In der aktuellen Ausgabe unseres Edutainment-Formats «Wissen-Saft» treffen Sie sich auf ein Glas mit … Tiger Igor! Im Jahr 1975 machte der Tierpark Bern ein Schnäppchen: Für nur 7000 Deutsche Mark erstand er aus Karlsruhe zwei Sibirische Tiger, ein reinrassiges Zuchtpaar. Sogleich avancierten Igor und Nadja zu Publikumsmagneten, erst recht, als es schon im nächsten Jahr Nachwuchs zu bestaunen gab.

 

In seinen dreizehn Berner Lebensjahren erlebte Tiger Igor den gesellschaftlichen Wandel hautnah mit. Aus dem Liebling wurde ein Symbol der Jugendunruhen rund um den Slogan «AJZ subito!», bis seine Haltung als exotisches Tier in einem viel zu engen Betonkäfig in Leserbriefen beschimpft wurde.

 

Der Historiker Roger Sidler (Autor von «Zootiere als Zeitzeugen»), die Schauspielerin Katharina Lienhard und der wissenschaftliche Mitarbeiter Reto Hagmann berichten auf der Führung durchs Haus nicht nur aus Igors bewegtem Leben, sondern sie lüften auch das Geheimnis um dessen Stammbaum. Zudem verraten sie, was die Bärengrabenkrawalle und das Verschwinden des Tigerschädels mit dem Tierpark und dem Naturhistorischen Museum zu tun haben.

 

Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18 Uhr

Sonntag, 25. Oktober 2026, 11 Uhr

Donnerstag, 19. November 2026, 18 Uhr

Sonntag, 22. November 2026, 11 Uhr

Donnerstag, 10. Dezember 2026, 18 Uhr

Sonntag, 13. Dezember 2026, 11 Uhr                       

 

Preis: CHF 25.00 regulär, CHF 20.00 reduziert (AHV, IV, Studierende, KulturLegi), CHF 10.00 Kinder

 

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Naturhistorisches Museum Bern
Aktionstag: Ein Jahr «Mensch, Erde! – Das Klima im Wandel»
Geburtstag der Dauerausstellung
Sa, 24.10.2026

Vor genau einem Jahr, am 24. Oktober 2025, eröffneten wir unsere neue Dauerausstellung. 

 

Zum ersten Geburtstag der Ausstellung stellen sich die einzelnen Klimaprojekte vor, für deren Unterstützung die Besuchenden im Rahmen eines Partizipationsprojekts abstimmen können. 

Gratis-Workshops und natürlich Kurzführungen durch die Ausstellung stehen ebenfalls auf dem Festtagsprogramm. 

 

Ausserdem können bei der Agentur für Weltwandelsabkommen des Museums für Kommunikation ein ganz persönliches Abkommen abschliessen oder in der Ausstellung live miterleben, wie ein Wimmelbuch zur Ausstellung entsteht (Verlag vatter&vatter).

 

Naturhistorisches Museum Bern
Führungen hinter die Kulissen
Die schönsten Fossilien – Einblick in die Sammlung
Mi, 04.11.2026 – Do, 05.11.2026

Tauchen Sie ein in unsere beeindruckende Fossiliensammlung. Bernhard Hostettler wird sie mit einigen seiner liebsten Objekte in der paläontologischen Sammlung des NMBE bekannt machen.

 

Mittwoch, 18 Uhr, Donnerstag, 12.15 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde, Treffpunkt an der Kasse, regulärer Museumseintritt

 

Tickets

 

Naturhistorisches Museum Bern
Wer entscheidet? Klimagerechtigkeit im Talk
Do, 12.11.2026

Ausgangspunkt des Talks sind vier Projekte, die aus einem Partizipationsprojekt von «Mensch, Erde! – Das Klima im Wandel» hervorgegangen sind und derzeit im Ausstellungsraum vorgestellt werden. Sie zeigen unterschiedliche Wege zu mehr Klimagerechtigkeit – von neuen rechtlichen Ansätzen über internationale Klimaklagen bis hin zu alternativen Formen demokratischer Mitbestimmung.

 

Der Talk ordnet diese Perspektiven ein, beleuchtet Chancen und Herausforderungen und schafft Raum für Fragen und Austausch mit dem Publikum.

 

Moderation: Annick Senn, Journalistin und Projektleiterin bei der Klima-Allianz Schweiz

 

Donnerstag, 12. November 2026, 19 – 20.30 Uhr

 

Kostenlos, Anmeldung

 

Naturhistorisches Museum Bern
«Silizium: Von den Alpen ins Silicon Valley»
Di, 17.11.2026 – Mi, 09.12.2026

Was haben die Alpen und ein Smartphone gemeinsam? Silizium! Kommen Sie mit auf eine Reise von Bergmassiven ins Innere eines Mikrochips und entdecken Sie ein chemisches Element, das unserer realen und unserer digitalen Welt zugrunde liegt. Eine Führung mit Malte Junge, Kurator Erdwissenschaften NMBE, und Alexandra Heini, Ausstellungskuratorin «Chips» im Museum für Kommunikation.

 

Dienstag, 17. November 2026, 17.30 – 19 Uhr

Mittwoch, 9. Dezember 2026, 17.30 – 19 Uhr

 

Treffpunkt: Start im NMBE, Ende im Museum für Kommunikation

 

Preis: jeweils CHF 15.00 (keine Vergünstigungen)

 

Anmeldung hier.

 

Naturhistorisches Museum Bern
NMBE Leseratten mit der Direktorin des Tierparks Bern, Friederike von Houwald
Do, 26.11.2026

In unserem Buchclub «NMBE Leseratten» verbinden wir die Faszination für Natur mit spannender Literatur. Zweimal im Jahr wählen wir ein Buch mit naturwissenschaftlichem Bezug – inspiriert von aktuellen Ausstellungen oder Forschungsthemen des Museums.

 

Im zweiten Halbjahr 2026 lesen wir das Buch «Das Geschenk» der belgischen Autorin Gaea Schoeters (Zsolnay Verlag, 2025). Darin erhält unser nördlicher Nachbar ein «grosses» Geschenk: 20'000 Elefanten schickt der Präsident von Botswana nach Deutschland, nachdem die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen Botswanas die Lebensgrundlage entzogen hat. Wie würde Bern mit einem solchen Geschenk umgehen, was sind die grössten Herausforderungen für grosse Säugetiere unserer Zeit und was sind die aktuellen Herausforderungen des Artenschutzes? Darüber diskutieren wir anlässlich des Clubtreffens mit der Direktorin des Tierparks Bern, Friederike von Houwald.

 

Clubtreffen «NMBE Leseratten»: Donnerstag, 26. November 2026, 19 Uhr (Türöffnung: 18.30 Uhr), Gast: Friederike von Houwald, Zoodirektorin

 

Preis: CHF 25.00 regulär, CHF 20.00 reduziert (AHV, IV, Studierende, KulturLegi)

 

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Naturhistorisches Museum Bern
Führungen hinter die Kulissen
Eulen – Mystische Vögel der Dunkelheit
Mi, 02.12.2026 – Do, 03.12.2026

Lautlose Jäger der Nacht, faszinierende Anpassungskünstler und seit jeher von Mythen umgeben: Entdecken Sie bei dieser spannenden Führung die geheimnisvolle Welt der Eulen. Erfahren Sie Wissenswertes über ihre Lebensweise, ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Bedeutung in Natur und Kultur – und lassen Sie sich von diesen beeindruckenden Vögeln verzaubern.

 

Mittwoch, 18 Uhr, Donnerstag, 12.15 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde, Treffpunkt an der Kasse, regulärer Museumseintritt

 

Tickets

 

Naturhistorisches Museum Bern
Bar der toten Tiere
Sa, 26.12.2026 – Mi, 30.12.2026

Gepflegte Drinks und Musik inmitten unserer stimmungsvollen Ausstellungen geniessen – das alles macht die «Bar der toten Tiere» möglich. Auch dieses Jahr ist von Tanzbär:innen bis zu Feierbiestern für alle etwas mit dabei.

 

Freitag, 26. Dezember, bis Dienstag, 30. Dezember 2025, 21 – 2 Uhr, ab 18 Jahren

 

Detailprogramm folgt hier.

 

NMBE Thea Sonderegger
Naturhistorisches Museum Bern
Mensch, Erde! –
Das Klima im Wandel
Dauerausstellung

Von Monstersümpfen über Feuerwelten, vom Dinosauriersterben bis zu Zukunftsvisionen: Auf 630 Quadratmetern lädt die Ausstellung zu einer spannenden Zeitreise durch die Erdgeschichte – mit Fokus auf die grösste Herausforderung unserer Zeit: den menschengemachten Klimawandel.

 

Kommen Sie mit auf eine Zeitreise! In bildstarken Inszenierungen macht die Ausstellung ungewohnte Zusammenhänge sichtbar und schärft den Blick auf das einzigartige Raumschiff Erde, mit dem wir seit Jahrmillionen unterwegs sind. Dabei wird deutlich, welcher Wert Fossilien als Spuren und Zeugen des Lebens zukommt. Denn dank ihrer Erforschung wissen wir, was wir heute wissen. Etwa, dass vor 300 Millionen Jahren sumpfige Wälder ganz Europa bedeckten, die das Material für unermessliche Kohlevorkommen lieferten – eben jene fossile Kohle, deren Verbrennung riesige Mengen an CO2 freisetzt und die Erde erwärmt. Oder, dass vor 250 Millionen Jahren die Atmosphäre der Erde durch gigantische Vulkanausbrüche vergiftet wurde. Das Wasser der Meere, Seen und Flüsse wurde zu einer lebensfeindlichen Brühe, so dass über 80 Prozent aller Tiere und Pflanzen an Land und im Meer ausstarben. Die Erforschung ihrer Überreste kann heute mithelfen, Lehren für den aktuellen Klimawandel zu ziehen.

 

Die Ausstellung macht erlebbar, wie sehr der Mensch und seine Existenz mit der Geschichte seines Planeten verbunden ist – von den ersten Spuren des Lebens bis weit in die Zukunft. Düstere Aussichten? Nein! Die Ausstellung beschönigt nichts, huldigt aber keinen Dystopien und Drohkulissen. Sie setzt auf Hoffnung statt Ohnmacht, auf Freude am blühenden Leben auf dem Planeten Erde statt auf Abgesang. Sie will zum Nachdenken und Nachforschen anregen. Denn anders als gegen Naturkatastrophen, die unsere Erde immer wieder heimsuchten, können wir gegen die menschengemachte Erderwärmung etwas tun: Es gibt zahlreiche Massnahmen, Innovationen und Visionen, mit denen wir der Klimakrise begegnen können.

 

Mehr Infos unter: www.nmbe.ch/menscherde

 

Naturhistorisches Museum Bern
Riesenkristalle – der Schatz vom Planggenstock
Dauerausstellung

Ein Highlight des Museums: Diese Ausstellung beherbergt einer der bedeutendsten Kristallfunde des Alpenraums in den letzten 300 Jahren. Fast zwei Tonnen Bergkristalle von seltener Schönheit gibt es in dieser «Schatzkammer» zu bestaunen.

 

Am 21. September 2005 öffneten die Strahler Franz von Arx und Paul von Känel in ihrem kleinen Bergwerk am Planggenstock im Kanton Uri einen Hohlraum. Darin funkelten im Licht ihrer Lampen fast fünfzig aussergewöhnlich klare, sensationell grosse, perfekt geformte Bergkristalle und Kristallgruppen. Sie lagern heute in der «Schatzkammer» des Naturhistorischen Museums. Durch die raffinierte Beleuchtung scheinen die glasklaren Mineralien von innen zu strahlen. Das Glanzstück der Ausstellung dreht sich langsam um die eigene Achse: eine wunderbar komponierte, 300 Kilogramm schwere Kristallgruppe. Im Kinosaal spielt der Kurzfilm «Hüter der Erde», der die eindrückliche Arbeit der beiden Strahler dokumentiert.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Barry – Der legendäre Bernhardinerhund
Dauerausstellung

Mehr als nur ein Hundeleben 

 

Barry vom Grossen St. Bernhard (1800 - 1814) ist der berühmteste aller Hunde, die je den Rettungsdienst auf dem Hospiz versahen. Er wurde bereits zu Lebzeiten zur Legende. Barry soll über 40 Personen das Leben gerettet haben. 1812 geleitete man ihn auf Wunsch des Priors nach Bern, wo er 1814 den Alterstod starb. 

 

Die Geschichten und Legenden über das gottgefällige Rettungswesen der Mönche auf dem Grossen St. Bernhard, über die Hospizhunde und über den berühmten Barry mehrten sich im Laufe der Jahrzehnte. 

 

Zahlreiche Abbildungen in der damaligen Presse trugen das ihre zum Ruhme der Hunde bei. Die letzte urkundlich festgehaltene Rettung datiert von 1897. Heute ist der kurzhaarige Bernhardiner zu gross und schwer geworden, so dass im Lawinensuchdienst leichtere Hunderassen eingesetzt werden. Dem Ansehen der "heiligen Hunde" hat dies allerdings keinen Abbruch getan. Zu Ehren ihrer Ahnen werden noch heute auf dem Hospiz St. Bernhardshunde gehalten.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Flossen-Füsse-Flügel
– Der Werdegang der Wirbeltiere
Dauerausstellung

Einfache Wasserwesen wurden Fische, entstiegen später als Amphibien dem Wasser und entwickelten sich zu Reptilien weiter – die Ausstellung erzählt die packende Geschichte der Evolution.

 

Die Ausstellung vermittelt dem Publikum mit ihren Objekten, Inszenierungen und leicht verständlichen Texten einen guten Einblick in die Evolution der Wirbeltiere. In verschiedenen Stationen wird die seit Jahrmillionen andauernde Entstehungsgeschichte vom kieferlosen Urahn bis zum weit entwickelten Menschen dargestellt.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Die grosse Knochenschau
– Im Bauch des Wals
Dauerausstellung

Wissen Sie, wo das Pferd seine Hände hat, oder weshalb der Elefant auf Zehenspitzen geht? In unserer zeitgemässen Ausstellung der fast 150-jährigen Skelettsammlung ist erstaunlich viel Fleisch am Knochen.

 

Die 328 Tierskelette lagerten einst an der Universität Bern, im Institut für Anatomie. Die ehrwürdige Sammlung, die grösste ihrer Art in der Schweiz, diente rein wissenschaftlichen Zwecken. Das Naturhistorische Museum bekam die Skelette und 518 einzelnen Knochenteile vermacht – und hat den Objekten neues Leben eingehaucht. Die Ausstellung vereint wissenschaftliche Ästhetik mit der Lust am Schaudern, mit Varieté und Jahrmarkt. Die Attraktionen: das 23-Meter-lange Finnwal-Skelett, das Knochen-Karussell und das Präparat eines afrikanischen Elefantenbullen, erlegt vom Grosswildjäger Bernard von Wattenwyl.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Tiere Afrikas
Dioramen 1935–1984
Dauerausstellung

Die Dioramen des Naturhistorischen Museums Bern, so auch die «Tiere Afrikas», sind die historischen Herzstücke des Museums. Sie haben Generationen von Besuchenden begeistert. Bei ihrer Entstehung in den Dreissigerjahren galten sie als «State of the Art» zoologischer Präparier- und Ausstellungskunst. Doch was sie abbilden, ist nicht die Realität: Dioramen sind immer auch Interpretationen und Inszenierungen ihrer Zeit.

 

Die Sammlung der afrikanischen Grosstiere ist untrennbar mit der Geschichte des Naturhistorischen Museums verbunden. Die Burgergemeinde Bern errichtete das Gebäude an der Bernastrasse, wo das Museum noch heute beheimatet ist, um die über hundert Tiere ausstellen zu können, die der Grosswildjäger Bernard von Wattenwyl auf zwei Jagdsafaris 1923-24 in Ostafrika erlegte. Hinter der Sammlung steckt auch die Geschichte von Vivienne von Wattenwyl. Der neunzehnte Löwe, den ihr Vater erlegen wollte, verletzte ihn tödlich. Die damals 24-jährige Frau führte die Safari dennoch zu Ende und erlegte selber einen Breitmaulnashorn-Bullen. Vivienne verarbeitete ihre Erlebnisse in zwei Büchern – Ernest Hemingway gehörte zu ihren begeisterten Lesern. Die Geschichte war Stoff für den historischen Roman «Die Tochter des Jägers» von Lukas Hartmann.

 

Bei ihrer Entstehung in den Dreissigerjahren galten sie als «State of the Art» zoologischer Präparier- und Ausstellungskunst, doch die Darstellungsform ist in die Jahre gekommen. So wissen wir heute mehr denn je, dass Dioramen keine präzisen Wirklichkeitsabbildungen sind, sondern auch Interpretationen und Inszenierungen ihrer Erschaffer:innen. Und oftmals war die Zusammenstellung ganz pragmatisch von der Verfügbarkeit von Objekten und von den Platzverhältnissen abhängig. Sie zeigen zuweilen Tiergruppen, die in der Natur nicht nebeneinander vorkommen.

 

Die Ausstellung will nicht nur vermitteln, dass die Naturbilder schon zum Zeitpunkt ihrer Entstehung oftmals idyllischer waren als die Realität. Auch der geschichtliche Kontext wird aufgearbeitet. So stammt ein grosser Teil der «Tiere Afrikas» aus den von Grossbritannien besetzten Gebieten Ostafrikas Kenia/Uganda. Die Jäger:innen profitierten dabei mitunter von den kolonialen Strukturen, also von der Ausbeutung des Wissens und der Arbeitskraft der lokalen Bevölkerung. Bis heute hat die Jagd auf Tiertrophäen auf dem afrikanischen Kontinent Tradition. Sie wird kontrovers diskutiert: Es existieren unzählige Interessenkonflikte und der Grad zwischen Schutz und Nutzen der Natur ist schmal.

 

Nebst einer ausführlichen Eingangszone mit digitalen Fotoalben finden Besuchende bei jedem Diorama zusätzliche Informationen. Die Beschriftungen vermitteln nicht nur klassische Angaben wie Name oder Gefährdungsstatus eines Tiers, sondern zusätzliche wissenswerte Aspekte unter anderem zum Artenschwund und zur Lebensraumzerstörung.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Steine der Erde
Bijoux der Alpen und aus aller Welt
Dauerausstellung

Steine sind ein unerschöpfliches Archiv – sie erzählen uns viel über den Aufbau der Erde und die Entwicklung des Lebens. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die erdwissenschaftlichen Schätze des Museums.

 

Im Alltag begegnen wir ständig natürlichen Kristallen – ohne dass wir uns dem bewusst sind. Autos, Computer, Gebäude und Brücken werden aus Mineralien hergestellt. Die 2300 ausgestellten Mineralien und Gesteinen beeindrucken durch ihre Geschichten und ihre Schönheit. Die Augen können sich kaum satt sehen an Topas, Apatit, Calcit und Co. Spezialisiert ist das Museum auch auf Ausserirdische – auf Meteoriten. Die erdwissenschaftliche Forschungsabteilung war federführend bei der Entdeckung des Twannberg-Meteoriten, dem einzigen bekannten Streufeld der Schweiz.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Tiere der Schweiz
Dioramen 1941
Dauerausstellung

Was raschelt im Estrich? Was huscht durchs Unterholz? Die heimische Tierwelt ist uns bekannt – und doch bekommen wir viele Arten selten zu Gesicht. Die denkmalgeschützte Ausstellung «Tiere der Schweiz» bringt uns die hiesige Vielfalt ganz nah.

 

Der Ausstellungsteil «Tiere der Schweiz» im Naturhistorischen Museum wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs eröffnet – und wurde in der Folge rege von Armeeangehörigen besucht. Die 164 Dioramen sollten den Soldaten vor Augen führen, welche Naturschätze sie an der Grenze verteidigten. Bis heute ist die altehrwürdige Ausstellung mit 610 präparierten einheimischen Tieren ein bedeutender Bestandteil des Hauses geblieben – als historisches Denkmal und Zeitdokument der Biodiversität. Einige Arten, die in der Schau gezeigt werden, sind inzwischen ausgestorben, andere sind inzwischen zurückgekehrt – wie etwa der Luchs. Bis heute beeindrucken die historischen Dioramen auch durch ihre handwerkliche und ästhetische Qualität. Das «Heimatmuseum» beinhaltet typische alpine Arten, wie etwa Alpenschneehuhn und Schneehase, die im Sommer- und Winterkleid gezeigt werden. Eindrücklich sind auch die über 145 Vogelarten, vom Hausspatzen bis zum seltenen Steinkauz.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Käfer & Co
- Die bunte Welt der wirbellosen Tiere
Dauerausstellung

Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt an Käfern, Insekten, Schmetterlingen, Schnecken und Muscheln. Die Besucher werden mit faszinierenden Grossprojektionen, Kurzfilmen und über 1'000 Objekten in die bunte Welt der wirbellosen Tiere entführt.

 

Als vermeintliche «Krone der Schöpfung» vergessen wir Menschen, dass die Erde ein Planet der Insekten ist. Rund drei Viertel aller bekannten Tierarten sind Insekten – eine Spezies, die nicht wegzudenken ist. Was geschähe, wenn plötzlich alle Insekten aussterben würden? Wissenschaftler sind sich einig: Der Mensch würde ihnen bald folgen. Insekten helfen nicht nur den Pflanzen, sich zu vermehren, sondern sorgen auch dafür, dass die Erde aufgeräumt bleibt. Ohne ihr heimliches Wirken würden sich in kurzer Zeit riesige Mist- und Aasmengen ansammeln.

 

Die Ausstellung verdeutlicht die vielschichtigen Beziehungen zwischen wirbellosen Tieren und Menschen. Dabei greift sie zurück in längst vergangene Erdzeitalter und zeigt fossile Tiere, aber auch solche, die seit jeher fast unverändert geblieben sind.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Auf eigene Faust
Themenkoffer, Geolabor und Entdeckerecke
Dauerausstellung

 

Liebe Familien und Kinder - neben tollen Veranstaltungen bieten wir euch viele Angebote, die ihr jederzeit während der Öffnungszeiten eigenständig im Museum nutzen könnt. Mit unseren spannenden Themenkoffern geht es auf eine Entdeckungsreise im Museum, im Geolabor gilt es Gesteine und Fossilien zu erforschen und in der Entdeckerecke erspüren Finger viele Fellen oder stempeln Tierspuren. Die Entdeckerecke ist zusätzlich Mittwoch, Samstag und Sonntag betreut.

Regulärer Eintritt

 

Picas Nest
Naturhistorisches Museum Bern
Picas Nest
Wald-Erlebnisraum für die ganze Familie
Dauerausstellung

Picas Nest – ein Wald-Erlebnisraum und ein Ort, wie man ihn in Museen bisher nicht kennt. Eine Ausstellung für Kinder und gleichzeitig ein Refugium für die ganze Familie. Zum Entdecken, Spielen, Lesen und Ausruhen.

 

Unsere Elster Pica hat ein Nest für Kinder, Eltern, Grosseltern und andere Menschen geschaffen. In einer grossen Buche haben sich bekannte und unbekannte Waldtiere in Wurzel, Stamm und Blätterdach versteckt. Präparierte Tiere und Zeichnungen der bekannten Illustratorin Kathrin Schärer lassen die Tiere fast lebendig werden. Die Kinder können sich bewegen und spielerisch Wissen pflücken, während sich ihre Begleiter etwas Entspannung gönnen.

 

Naturhistorisches Museum Bern
Tiere des Nordens
Dioramen 1942–1968
Dauerausstellung

Wer sich ein paar Minuten Zeit nimmt, erlebt die Eisbären, die Moschusochsen und die Robben im Zauber wechselnder Lichtstimmungen – von Sonnenaufgang bis in die eisblaue Polarnacht.

 

Der Ausstellungsteil gewährt Einblicke in das Leben der Tiere aus der nördlichen Hemisphäre. Da finden sich neben den typischen Nordpol-Bewohnern auch drei der grössten Bärenarten der Welt – der Eisbär, der Grizzly und der Kodiak. Nicht weniger eindrücklich sind die Walrösser, die Robben und die Moschusochsen. Ausserdem gibt es im Vogel-Diorama Flug- und Schwimmkünstler Norwegens zu bestaunen. Und: Das sich verändernde Licht im Diorama lässt die Besuchenden in wenigen Minuten einen ganzen Tag im hohen Norden erleben.

 

Nasspräparate aus der Schausammlung
Naturhistorisches Museum Bern
Wunderkammer
Die Schausammlung
Dauerausstellung

In wissenschaftlichen Sammlungen lagern Millionen von Tieren und Pflanzen. Diese wertvollen Archive der Natur dokumentieren die Biodiversität – die Vielfalt des Lebens – und ermöglichen die Grundlagenforschung zur Evolution, Verbreitung und Vielfalt von Lebewesen. Auch weiterführende Arbeiten zur vertieften Kenntnis der Biodiversität sind für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert: So könnten beispielsweise heute noch unentdeckte Wirkstoffe und Materialien aus der Natur für zukünftige Entwicklungen in Medizin oder Landwirtschaft bahnbrechend sein.

 

Doch die unersetzliche und für den Menschen überlebenswichtige Vielfalt des Lebens ist gefährdet, und ihre Erforschung ist heute dringender denn je: Von den geschätzten 10 Millionen Arten sind erst etwa 2.1 Millionen Arten dokumentiert, und täglich verschwinden unzählige für immer, zusammen mit ihren Lebensräumen wie Regenwäldern oder wilden Flusslandschaften.

 

Mit der Ausstellung öffnet das Museum einen Teil seiner wissenschaftlichen Sammlungen für das Publikum. Ein Gang durch die «Wunderkammer» gibt Einblick in aktuelle Sammlungstätigkeit, moderne Untersuchungsmethoden und unersetzliche historische Sammlungen – ein aussergewöhnlicher Rundgang zu einem der drängendsten Probleme der Gegenwart.