Franz Gertsch, Patti Smith IV, 1979, Acryl auf ungrundierter Baumwolle, Acrylic on unprimed cotton, 285 x 420 cm, Privatsammlung, Schweiz, Private collection, Switzerland © Franz Gertsch AG
Franz Gertsch. Blow-Up (Part II)
Sa, 19.09.2026 – So, 28.02.2027

Franz Gertsch (1930–2022) gilt als Schweizer Pionier des Fotorealismus und als Meister des modernen Holzschnitts. Die Retrospektive "Franz Gertsch. Blow-Up", die in zwei Teilen im Kunstmuseum Bern und im Museum Franz Gertsch gezeigt wird, bietet eine Werkübersicht aus mehr als sechzig Jahren künstlerischen Schaffens: monumentale Gemälde der Jugend- und Musikszene aus den 1970er-Jahren, ikonische Frauenporträts aus den 1980ern, Familienbilder und Porträts von Künstlerfreund:innen, epische Landschaften und Naturaufnahmen.

Das Museum Franz Gertsch konzentriert sich auf ausgewählte Gemälde und Themen aus den Jahren 1970 bis 2022: Ein Raum ist der Rockpoetin Patti Smith gewidmet, die Franz Gertsch zwischen 1978 und 1979 insgesamt fünfmal porträtierte. Der zweite Raum ist dem Modell Luciano Castelli gewidmet, einem damals jungen Luzerner Künstler, den Franz Gertsch von 1971 bis 1977 in insgesamt dreizehn Gemälden darstellte. Die Werkgruppe im dritten Ausstellungsraum kreist um Irene Staub, die zum Freundeskreis von Luciano Castelli gehörte und unter dem Namen „Lady Shiva“ als Zürcher Edelprostituierte bekannt war. Im vierten Ausstellungsraum kommen grossformatige Gemälde der für Franz Gertsch zentralen Modelle Johanna (1983–1985) und Silvia (1998–2004) zusammen. Weiterhin werden hier wichtige landschaftliche Motive gezeigt, die Franz Gertsch in seinen Gemälden und Holzschnitten immer wieder aufnahm: Waldweg (Campiglia Marittima) und Gräser. In den kleineren Räumen des Erweiterungsbaus des Museum Franz Gertsch werden einige Holzschnitte ausgestellt, die ebenfalls diese Motive sowie weitere zeigen: Silvia, Waldweg (Campiglia Marittima), Gräser, Pestwurz, Sommer und Meer.