Kornhausforum

Le Kornhausforum, situé en plein centre de la ville de Berne, est un lieu d’exposition et d’échange sur des thèmes de société importants, pensés et traités de manière interdisciplinaire en mêlant architecture, design et photographie. Le Kornhausforum est un lieu d’implication et de rencontres culturelles, qui organise des expositions et des forums accessibles à un large public, tant en présentiel qu’au format numérique. Le Kornhausforum veille à choisir des thèmes pertinents et ancrés au niveau régional tout en tirant parti d’un réseau national et international. Pour traiter de ces thèmes complexes, nous misons sur la co-création avec nos partenaires et des expert·e·s externes. La pertinence et l’urgence sociales des forums et thèmes d’exposition ainsi que leur élaboration et leur mise en œuvre qualitatives figurent au cœur de nos activités et constituent ainsi une part intégrante du discours public sur la connaissance : nous voulons inviter à la réflexion et éveiller la curiosité.

Kornhausforum
Poetics Of Deconstruction
ve, 24.04.2026 – sa, 15.08.2026

Das Ausstellungsformat «New Perspectives – Camera Arts goes Kornhausforum» ist eine Kooperation zwischen dem Kornhausforum Bern und dem Bachelor-Studiengang «Camera Arts» der Hochschule Luzern – Design Film Kunst. Ausgewählte Absolvent:innen des Vorjahres können in Bern ihr fotografisches Schaffen zum ersten Mal einem grösseren Publikum in einem institutionellen Rahmen zeigen. Damit möchte das Kornhausforum Bern auch aufstrebenden Fotograf:innen eine professionelle, öffentliche Plattform geben und gleichzeitig spannende, junge Positionen am Puls der Zeit in sein Programm aufnehmen.

 

Die diesjährigen Künstler:innen Jiyan Céline Schmidiger und nedia boutouchent möchten in der Ausstellung «Poetics Of Deconstruction: I Kiss You Today For Tomorrow and Our Gaze Is Not Yours To Claim» mit ihren Arbeiten die Besuchenden auffordern, westliche Sichtweisen zu reflektieren. Damit stellen sie dominante imperiale Darstellungen in Frage und entgegnen eine pluralistischere Betrachtung.

 

Geschichten von marginalisierten und unterdrückten Menschen bleiben oft vor der allgemeinen Wahrnehmung – damit ist die zentraleuropäische, westliche Sicht gemeint – verborgen. nedia boutouchent und Jiyan Céline Schmidiger setzen sich künstlerisch mit je eigenen Aspekten gelebter Erfahrungen von Marginalisierung, Stigmatisierung und systemischer Unterdrückung auseinander.

 

Aus dem Schaffen der beiden Künstler:innen geht eine dichte, mystische und poetische Bildwelt hervor. Besuchende können in der Ausstellung in innere Reflexionsräume eintauchen und ihre Perspektiven mit jenen von Jiyan Céline Schmidiger und nedia boutouchent in Beziehung bringen.

 

Kornhausforum
Beat Jost – Schöne neue Welt
ve, 04.09.2026 – di, 07.02.2027

Der Berner Fotograf Beat Jost (1936-2026) zählte zu den bedeutendsten Werbe- und Sachfotografen und war für viele wichtige Berner Firmen (Warenhaus Loeb, Wander-Ovomaltine, Vidmar, IBA, Pierrot-Friola etc.) tätig. Seine Fotografien erfassen exemplarisch die Objektwelt und Werbeästhetik der 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahre. Entstanden für Prospekte, Kataloge, Zeitungsinserate und unterschiedlichste Druckerzeugnisse, waren sie in der Konsum- und Warenwelt jener Zeit omnipräsent. Zugleich spiegeln sie eine Phase bislang ungekannten Wohlstands in der Schweiz wider. Durch die sorgfältige Inszenierung der Produkte im gesellschaftlichen Kontext werden sie heute zu aufschlussreichen visuellen Zeitzeugnissen.

 

In der gegenwärtigen Betrachtung erfahren diese Bilder eine Verschiebung der Rezeption: Sie werden nicht länger primär als Werbeträger wahrgenommen – zumal viele der dargestellten Produkte vom Markt verschwunden sind –, sondern als Erinnerungsbilder und Zeitkapseln, die individuelle wie kollektive Erinnerung evozieren.

 

Die Ausstellung würdigt Beat Josts Werk, das in Bern bislang nicht umfassend in einer Einzelausstellung präsentiert wurde. Sie macht diese fotografischen Zeitdokumente einem breiten Publikum zugänglich und lädt zu einer Reise in die Konsum- und Wohlstandsjahre der Nachkriegszeit ein.

 

Kornhausforum
Future Fashion
ve, 27.11.2026 – di, 07.02.2027

«Future Fashion» ist eine Ausstellung über Gegenwart und Zukunft der Mode und befasst sich mit der Frage, wie Kleidung in einer Zeit von Überproduktion, digitaler Beschleunigung und ökologischer Belastung neu gedacht werden kann. Ausgangspunkt ist eine doppelte Realität: Ultra Fast Fashion treibt Trend- und Produktionszyklen weiter an, während gleichzeitig Initiativen, Labels, Communities und künstlerisch-gestalterische Praktiken Alternativen entwickeln. Upcycling-Ateliers, Leihmodelle, phygitale Anwendungen und digitale Experimente verändern die Produktion, Nutzung und Gestaltung in der Mode und erweitern sie um neue, spannende Ideen.

 

Die Ausstellung ist als festgelegter Parcours konzipiert, der von Hands-on-Kreislaufpraktiken über digitale Infrastrukturen und neue Besitzlogiken zu spekulativen Körper- und Materialentwürfen führt. Entlang dieses Parcours zeigt «Future Fashion», wie Mode zugleich Material, Datensatz und Bild ist und wie sich dadurch die Beziehungen zwischen Körper, Kleidung, Plattform und Wert verschieben. Ziel ist es, konkrete Versuche sichtbar zu machen: etablierte Ansätze, experimentelle Prototypen und auch Beispiele, die bereits wieder verschwunden sind. Die Ausstellung lädt ein, Widersprüche, Versprechen und offene Fragen gemeinsam zu diskutieren und darüber nachzudenken, wer die Zukunft der Mode tatsächlich prägt.