Kornhausforum

Kornhausforum Bern, located in the center of the city, is an exhibition and event venue known for addressing issues of social and cultural relevance. The interdisciplinary program centers questions of urbanism in architecture, design and photography. Kornhausforum Bern is a place of public debate, participation and interaction. Exhibitions and discussions are open to a broad audience, both physically and digitally. Topics are chosen in regards to their regional relevance and embedded in national and international networks. We work together with partners and external experts to address complex issues. Main focus of our activities is making sure exhibitions and forums come from a place of social relevance and urgency and are well-founded in development and implementation. We believe in public discussion and want to inspire new thoughts and offer different perspectives. 

 

Kornhausforum
SAY Swiss Architecture Yearbook
until Sa, 21.03.2026

Die zweite Ausgabe des Schweizer Architektur Jahrbuch ist da! Das vom S AM Schweizerisches Architekturmuseum und der Zeitschrift werk, bauen+wohnen kuratierte Buch erscheint seit 2023 alle zwei Jahre.

 

Die begleitende Ausstellung im S AM Schweizerisches Architekturmuseum in Basel zeigt Baukultur aus allen Regionen der Schweiz. Dabei geht es um zentrale Fragen der aktuellen Architektur: Welche Themen sind relevant? Welche Projekte zeigen beispielhafte Lösungen? Und wie entwickelt sich das Bauen in der Schweiz weiter?

 

Die Ausstellung macht im Februar/März 2026 Halt im Kornhausforum.

 

Weitere Infos: www.sam-basel.org

 

Kornhausforum
Allmenden – Gemeinschaftlich handeln
We, 04.03.2026 – Fr, 20.03.2026

Teilen, Mitentscheiden, Verantwortung übernehmen – Allmenden und Commons stehen für eine andere Art des Umgangs mit Raum, Ressourcen und Wissen. Ob gemeinschaftliches Wohnen, kollektive Landwirtschaft oder die Aneignung und Gestaltung von Lebensräumen: Es geht immer auch um das Aushandeln von Regeln, damit eine gemeinsame Nutzung möglich wird. Dabei stellen sich Fragen, die weit über die architektonische Gestaltung hinaus reichen – und doch räumlich erlebbar werden.

 

Die Jahresausstellung Architektur der Berner Fachhochschule (BFH) lädt dazu ein, Allmenden und Commons als Praxis zu entdecken: als soziale, räumliche und politische Form, die durch Teilhabe lebendig wird. Gezeigt werden Beiträge aus Forschung, Lehre und zivilgesellschaftlichem Engagement.

 

Weitere Infos: www.bfh.ch

 

Kornhausforum
BESTFORM 2026
Fr, 27.03.2026 – Fr, 03.04.2026

Aktuelles Design trifft auf Gestaltungsgeschichte: In der Bestform 2026 werden neun jüngst geförderte Designprojekte aus dem Kanton Bern präsentiert, die exemplarisch für die Vielfalt und Qualität zeitgenössischen Designs stehen. In einem szenischen Dialog mit ausgewählten Werken aus der über 150-jährigen Sammlung angewandter Kunst Kanton Bern eröffnen sich neue Perspektiven auf aktuelles Design im Kontext historischer Gestaltung. Die Bestform bietet damit sowohl einen Einblick in das kantonale Designschaffen, als auch in die Tätigkeit der Stiftung als Förder-, Vermittlungs- und Sammlungsinstitution.

 

Weitere Infos: www.bernerdesignstiftung.ch

 

Kornhausforum
Poetics Of Deconstruction: I Kiss You Today For Tomorrow and Our Gaze Is Not Yours To Claim
Fr, 24.04.2026 – Sa, 15.08.2026

Das Ausstellungsformat «New Perspectives — Camera Arts goes Kornhausforum» ist eine Kooperation zwischen dem Kornhausforum Bern und dem Bachelor-Studiengang «Camera Arts» der Hochschule Luzern – Design Film Kunst. Ausgewählte Absolvent:innen des Vorjahres können in Bern ihr fotografisches Schaffen zum ersten Mal einem grösseren Publikum in einem institutionellen Rahmen präsentieren. Damit möchte das Kornhausforum Bern auch jungen Fotograf:innen eine professionelle, öffentliche Plattform geben. Und gleichzeitig spannende, junge Positionen am Puls der Zeit in sein Programm aufnehmen.  

 

In der dritten Ausgabe laden die beiden ausgewählten Künstlerinnen Jiyan Céline Schmidiger und Nedia Boutouchent unter dem Titel «Poetics Of Deconstruction: I Kiss You Today For Tomorrow and Our Gaze Is Not Yours To Claim» dazu ein, uns auf neue Perspektiven einzulassen und die eigene zu reflektieren. Denn in ihren Werken hinterfragen sie kritisch den gängigen, oft als selbstverständlich angesehenen Blick auf systematisch Benachteiligte innerhalb der Gesellschaft. Mehr als ein Drittel der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Die vielen unterschiedlichen Geschichten bleiben dabei aber oft von der allgemeinen Wahrnehmung verborgen. Nedia Boutouchent und Jiyan Céline Schmidiger setzen sich künstlerisch mit je eigenen Aspekten von disporischem Erleben auseinander. Dabei entsteht eine eindrucksvoll dichte, teilweise mystische und poetische Bildwelt. Besuchende können in der Ausstellung in eigene, innere Reflexionsräume eintauchen und ihre Perspektiven mit jenen von Jiyan Céline Schmidiger und Nedia Boutouchent in Beziehung bringen. 

 

Kornhausforum
Atlas der Reproduktion – Babys, Grenzen, Geopolitik
Fr, 04.09.2026 – Su, 25.10.2026

Reproduktive Rechte sind zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen geworden. Die Ausstellung «Atlas der Reproduktion» zeigt, wie eng internationale und nationale Politik mit Entscheidungen verwoben sind, die in Schlafzimmern, Gebärsälen und Kliniken getroffen werden. Im Zentrum der Ausstellung stehen der ungleiche Zugang zu Reproduktionstechnologien und Bevölkerungspolitiken, die bestimmte soziale Gruppen dazu ermutigen, Kinder zu bekommen, während sie die Reproduktion anderer beschränken. Die Installationen eröffnen Einblicke in reproduktive Lebenswelten an unterschiedlichen Orten der Welt und zeigen deren transnationale Verflechtungen. Sie thematisieren zum Beispiel, welche Motive spanische Eizellenspenderinnen und russische Leihmütter haben, ihre Arbeit im globalen Kinderwunschmarkt anzubieten. Sie zeigen, wie geflüchtete Frauen Schwangerschaft und Flucht in Schweizer Asylzentren erleben. Oder fragen, warum Frauen aus Polen für einen Schwangerschaftsabbruch nach Deutschland reisen müssen. Alle Installationen stellen die Frage, wer unter welchen Bedingungen Unterstützung erhält – und wer daran gehindert wird –, eigene reproduktive Entscheidungen zu treffen.

 

Fotografien, Videos, Hörstücke, Rauminstallationen und Karten verbinden persönliche Geschichten mit transnationalen Politiken. Die Ausstellung zeigt, wie Intimität, Technologie und Machtverhältnisse ineinandergreifen – und wie Reproduktion zu einer Frage globaler Gerechtigkeit wird. Dabei werden dialogische Räume zwischen Forschung, Kunst und Öffentlichkeit eröffnet, um eine gesellschaftliche Diskussion über reproduktive Rechte zu ermöglichen. Ein vielstimmiges Rahmenprogramm mit Gesprächen, Führungen und Filmabenden vertieft die Themen.

 

Die Ausstellung ist auf Deutsch und Englisch.

 

Gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds, Pro Helvetia, Society in Science – Branco Weiss sowie durch das Geographische Institut der Universität Bern und weitere.