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Die 1960er-Jahre in der Schweiz: Das Zusammenleben ohne Trauschein ist verboten. Langhaarige Männer werden in Restaurants ignoriert. Frauen haben kein Stimm- und Wahlrecht. Homosexuelle werden polizeilich registriert. Die Enge der Nachkriegszeit ist für viele unerträglich.

 

Die Stimmung der jungen Generation ist bereits angespannt, als eine Protestwelle die westliche Welt erfasst. In Paris, Washington, Berlin und London, aber auch in Schweizer Städten wird gegen die herrschenden Normen und Werte demonstriert. Die Forderungen zielen auf die Beendigung des Vietnamkrieges, auf Gleichberechtigung von Mann und Frau, auf Mitspracherecht und Solidarität. 1968 erfährt die Bewegung ihren Höhepunkt.

 

Wer dabei war, erinnert sich. Zeitzeugen berichten in der Ausstellung von ihren persönlichen Erlebnissen. Denn «1968» steht für vieles: für Proteste gegen den Vietnamkrieg, für Strassenschlachten um das Zürcher Globusprovisorium, für Anti-Franco- und Anti-Militär-Kundgebungen in Genf. Aber auch für Berns «Junkere 37» und die verhüllte Kunsthalle, für die Rolling Stones im Zürcher Hallenstadion oder die Aussteiger-Kommunen in der ländlichen Schweiz.

 

«1968» ist mehr als eine Jahreszahl. Es ist die Chiffre für einen gesellschaftlichen Wandel von der Mitte der 1960er- bis zur Mitte der 1970er-Jahre. Die Ausstellung geht den Spuren dieser bewegten Jahre nach und fragt, was heute in Politik, Kultur und Alltag davon übrig ist.